Good-Practice Beispiele aus dem Unterricht

Die Zertifizierung „Schule der Zukunft BNE 2024 ist eine Bestätigung für unsere Bemühungen die 17 Ziele der Vereinten Nationen zur Förderung eines nachhaltigen Friedens und Wohlstands und zum Schutz unseres Planeten gerade auch in Schule zu thematisieren.

Wir beobachten, dass es unserer Schülerschaft ein immer wichtigeres Anliegen wird, denn wir haben nur einen Planeten.

Bildung für nachhaltige Entwicklung hat nicht nur eine ökologische Komponente, sondern auch eine ökonomische und eine soziale Komponente.

Nachhaltiger Unterricht zielt darauf ab, Lernprozesse so zu gestalten, dass sie langfristig wirksam sind. Im Mittelpunkt steht nicht allein die Vermittlung von Wissen, sondern die Befähigung von Schülerinnen und Schülern zu verantwortlichem Handeln im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung.

Gute Beispiele für nachhaltigen Unterricht zeigen, wie Lehrkräfte Lernumgebungen schaffen, die Selbstständigkeit, kritisches Denken und Zukunftskompetenzen fördern. Dies kann nur gelingen, wenn nachhaltige Themen unter verschiedenen Fragestellungen in verschiedenen Fächern problematisiert werden.

Hier müssen fachliche Inhalte mit lebensweltlichen Bezügen verbunden werden. So können Lernende ermutigt werden, gesellschaftliche, ökologische und ökonomische Zusammenhänge zu erkennen und zu reflektieren.

Im Folgenden werden einige Beispiele aus dem Unterricht gezeigt.

Die Vernetzung von Unterrichtsfächern unter dem BNE-Aspekt ist ein wichtiges Anliegen.

In diesem Schuljahr starten wir ein Großprojekt, wo nicht nur zahlreiche Unterrichtsfächer an diesem Projekt teilnehmen, sondern auch unsere Partnerschule in Tirat Kamel in Israel.

Wir haben gemeinsam ein künstlerisches- musikalisches Projekt ins Leben gerufen. Mit diesem Projekt möchten wir Brücken zwischen Menschen bauen.

 

Horst Stolzenburg, Schulleiter


Ausgewählte Lehrpläne mit Einarbeitung der 17 Nachhaltigkeitsziele und der BNE-Lernprozesse



Fach Englisch

Nachhaltigkeitsziele:

Ziele von BNE-Lernprozessen:

  • Kenntnis verschiedener Dimensionen einer nachhaltigen Entwicklung (ökologisch, ökonomisch, sozial, kulturell, politisch)
  • Identifikation und Analyse von Herausforderungen und Chancen in Entscheidungsprozessen und in Bezug auf Handlungsmöglichkeiten

Jahrgang 9, E-Kurs

23 Schülerinnen und Schüler


Fach Englisch

Nachhaltigkeitsziele:

Ziele von BNE-Lernprozessen:

  • Kenntnis verschiedener Dimensionen einer nachhaltigen Entwicklung (ökologisch, ökonomisch, sozial, kulturell, politisch)
  • Identifikation und Analyse von Herausforderungen und Chancen in Entscheidungsprozessen und in Bezug auf Handlungsmöglichkeiten
  • Erkennen von und Auseinandersetzung mit Widersprüchen, Unwägbarkeiten, Dilemmata und Risiken sowie Interessen- und Zielkonflikten
  • Auseinandersetzung mit Möglichkeiten der gesellschaftlichen Teilhabe an bzw. Mitgestaltung von Nachhaltigkeitsprozessen

10. Klasse E-Kurs

Lerngruppengröße: 27 Schülerinnen und Schüler

Fach: Englisch

Lerngruppe: 10. Klasse E-Kurs (14 Schülerinnen und 15 Schüler)

Nachhaltigkeitsziele:

Ziele von BNE-Lernprozessen:

  • Kenntnis verschiedener Dimensionen einer nachhaltigen Entwicklung (ökologisch, ökonomisch, sozial, kulturell, politisch)
  • Kenntis der Zusammenhänge von lokalen bis globalen Perspektiven 
  • Auseinandersetzung mit Möglichkeiten der gesellschaftlichen Teilhabe an bzw. Mitgestaltung von Nachhaltigkeitsprozessen

 

Thema der Unterrichtsreihe

Take a stand! - How can we rethink our consumption to create a more sustainable future?

Thema der Unterrichtssequenz

The cost of overconsumption: How can we make a difference?

Thema der Unterrichtsstunde:

Smart shopping or mindless spending? – Taking a stand on Black Friday

Informationsentnahme aus einem Artikel zu Black Friday sowie Entwicklung und Präsentation nachhaltiger Konsumalternativen im Rahmen der Schulung von Lesekompetenz.

Kernanliegen:

Die Schüler*innen erweitern ihre funktionale kommunikative Kompetenz im Bereich Leseverstehen, indem sie einen Artikel über Black Friday lesen, Informationen entnehmen und diese erläutern (AFB I/II). Sie reflektieren kritisch die Auswirkungen von Überkonsum und entwickeln kreative Lösungen für nachhaltigen Konsum, die sie in einem Gallery Walk präsentieren (AFB III).



Fach Erdkunde

Nachhaltigkeitsziele:

Ziele von BNE-Lernprozessen:

  • Kenntnis verschiedener Dimensionen einer nachhaltigen Entwicklung (ökologisch, ökonomisch, sozial, kulturell, politisch)
  • Kenntis der Zusammenhänge von lokalen bis globalen Perspektiven
  • Systemische Einordnung von nachhaltigkeitsrelevanten Sachverhalten
  • Beurteilung von Folgen und Wechselwirkungen des vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen gesellschaftlichen Handelns 
  • Entwicklung von Lösungsbeiträgen für gesellschaftlich relevante Themen/Fragestellungen und Herausforderungen
  • Auseinandersetzung mit Möglichkeiten der gesellschaftlichen Teilhabe an bzw. Mitgestaltung von Nachhaltigkeitsprozessen

Leistungskurs der Q1

Thema der Reihe: Markt- und exportorientiertes Agrobusiness – ein zukunftsfähiger Lösungsansatz?

Thema der Stunde: Intensivtierhaltung unter der Lupe – ökologische, ökonomische und soziale Folgen und ihre räumliche Bewertung

Lernziele der Stunde:

Kernanliegen

Die Schülerinnen und Schüler beurteilen kritisch die Folgen der Intensivtierhaltung hinsichtlich ihrer Nachhaltigkeit, indem sie in Kleingruppen ein Placemat zur Darstellung der vier Ebenen der Nachhaltigkeit erstellen und daraus ein begründetes Fazit ableiten UK 1).

Teil-Lernziele

Die Schülerinnen und Schüler analysieren auf Grundlage von Karten, Statistiken und Textmaterial die grundlegenden Fakten der Intensivtierhaltung in Deutschland bzw. global und beschreiben die damit verbundenen ökologischen, ökonomischen und sozialen Auswirkungen, indem Sie in Vorarbeit Material auswerteten und in einer EduMaps strukturieren (MK3).

Die Schülerinnen und Schüler präsentieren Arbeitsergebnisse zu raumbezogenen Sachverhalten im Unterricht sach-, problem-, und adressatenbezogen sowie fachsprachlich angemessen, indem sie die Lernprodukte der Gruppenarbeit (Placemat) im Plenum vorstellen und die dargestellten Ergebnisse gewichtend erläutern (HK 1).

 

Phase

Inhaltliche Schwerpunkte

Methode/ Sozialform

Medien

Didaktisch-methodische Erläuterungen

Einstieg / Hinführung

 

  • Begrüßung und vorstellen des Gastes
  • L legt Bilder aus und lässt SuS Aussage auswählen
  • Meinungen (Urteile) der SuS werden gesammelt
  • L fragt nach metakognitivem Vorgehen

UG

 

 

Smartboard

  • Aktivierung der Methodenkompetenz
  • Motivation
  • Visualisierung, Schaffung von Transparenz

 

Überleitung

  • L fasst methodische Strategien zusammen
  • Führt Vorgehen auf Urteilskompetenz zurück 
  • Leitet in Ziel der Stunde über: Urteilsbildung
  • Klärung der Arbeitsaufträge

 

UG

 

Smartboard

  • Raum für Rückfragen
  • Transparenz für die folgenden Arbeitsschritte und Leistung

 

Erarbeitung

  • SuS erstellen mit Hilfe eines Placemats Urteilsebenen der Nachhaltigkeit dar (in der Vorstunde wurden die Inhalte zur Intensivtierhaltung bereits erarbeitet)
  • L steht für Fragen und Probleme zur Seite

GA

Smartboard

AB

DIN A3 Blatt

  • Lernprozessbegleiterin
  • Kooperatives und gemeinsames Lernen durch GA
  • Kommunikation
  • Methoden- und Sachkompetenz fördern

 

Sicherung I

 

  • Lernprodukte (Placemats) werden präsentiert
  • Visualisierung erfolgt über Smartboard
  • Geplant ist die Präsentation eines Lernproduktes (bei viel verbleibender Zeit kann ein Zweites zum Vergleich herangezogen werden)
  • Übrigen SuS hören zu und vergleichen bereits mit Checkliste und eigenem Lernprodukt

Plenum

Smartboard

  • Schulung der Fachsprache und Kommunikation
  • Verständnisüberprüfung
  • Sicherung des Gelernten für alle
  • Anerkennung der Lernprodukte

 

Sicherung II

 

  • Reflexionsphase
  • SuS tauschen sich 2 -3 Minuten aus
  • Evaluation des exemplarischen Lernproduktes (Checkliste)
  • Feedback
  • Ergänzungen

 

PA

 

AB

 

  • Reflexion der Lernprodukte
  • Feedbackkultur fördern
  • Schulung der Fachsprache und Kommunikation
  • Urteilskompetenz fördern

Weiterführung (optional)

  • L zeigt Wertequadrat mit der Frage der Gerechtigkeit in Bezug auf Intensivtierhaltung à Vertiefung und Perspektivwechsel
  • Urteilsbildung soll vertieft werden, indem Statements zwei Ebenen zuordnet werden
  • Ein Statement gemeinsam, der Rest wird als HA ausgelagert

Plenum

Smartboard

AB

  • Vertiefung der Urteils- und Methodenkompetenz
  • Perspektivwechsel
  • Einordnung von Sachverhalten

UG = Unterrichtsgespräch; AB = Arbeitsblatt; GA = Gruppenarbeit; HA = Hausaufgabe PA = Partnerarbeit; EA = Einzelarbeit; SuS = Schülerinnen und Schüler

 


Fach Gesellschaftslehre

Heutiger Umgang mit der Kolonialzeit - Umbenennung von Straßennamen als Aufarbeitung?

Nachhaltigkeitsziele:

Ziele von BNE-Lernprozessen:

  • Beurteilung von Folgen und Wechselwirkungen des vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen gesellschaftlichen Handelns
  • Identifikation und Beurteilung von Interessenlagen von Akteuren aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft
  • Entwicklung von Lösungsbeiträgen für gesellschaftlich relevante Themen/Fragestellungen und Herausforderungen

 

In der Jahrgangsstufe 8 steht das Unterrichtsvorhaben „Die Welt erobern und ausbeuten - früher wie heute?“ im Curriculum. Im Rahmen dessen ist die Vergangenheit Deutschlands als Kolonialmacht ein wichtiges Thema, denn das koloniale Erbe beeinflusst noch immer unsere heutige Lebenswirklichkeit. Ein anschauliches Beispiel stellen Straßennamen mit kolonialem Bezug dar, mit deren Namensgebung sich in einer Unterrichtseinheit kritisch auseinandergesetzt wurde.

Den Schüler*innen war der bis heute bestehende Einfluss des Kolonialismus zu Beginn der Unterrichtseinheit nicht bewusst. Bei Straßennamen wie „Mohrenstraße“ wären ihnen niemals die Gräueltaten der deutschen Kolonialherren in den Sinn gekommen, denn sie kannten die Bedeutung des Wortes „Mohr“ nicht. Umso schockierter waren sie nach der Erläuterung dessen und wunderten sich darüber, dass derartige Begriffe immer noch im öffentlichen Raum zu finden sind. Schließlich sind es diese Jugendlichen gewohnt, als Menschen vieler verschiedener Nationalitäten miteinander zu lernen und einander respektvoll zu begegnen. Ausgrenzung aufgrund der Hautfarbe oder ethnischer Zugehörigkeit wird in der Schule nicht geduldet, in der Öffentlichkeit aber scheinbar akzeptiert – das irritierte die Schüler*innen.

Zunächst wurde eine Quelle aus der Zeit des Kolonialismus analysiert, anhand derer Merkmale des kolonial-rassistischen Denkens abgeleitet und in Bezug zur Gegenwart gesetzt wurden. Im Anschluss wurden unterschiedliche Positionen zum Umgang mit dem kolonialen Erbe am Beispiel von Straßennamen mit Kolonialismusbezug erörtert, um ein abschließendes Urteil darüber zu fällen, ob eine Umbenennung stattfinden sollte.  Es war sehr beeindruckend, wie intensiv sich die Lerngruppe aus 13- bis 14-Jährigen mit dem Thema auseinandersetzte. Sie reflektierten ausführlich, in welchen Zusammenhängen kolonial-rassistische Denkweisen heute noch in der Öffentlichkeit wirksam sind, was sie letztlich zu dem Urteil führte, dass Straßen wie die „Mohrenstraße“ dringend umbenannt werden sollten. Gerechtigkeit für die Opfer des Kolonialismus bzw. ihre Nachfahren kann nur erreicht werden, wenn diskriminierende Begriffe endlich verschwinden, so die abschließende Bewertung.

Entsprechend des Ziels 10 „Reduzierung von Ungleichheiten“ der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen ist die PUG darum bemüht, ihren Schüler*innen Empathie sowie interkulturelle Kompetenzen zu vermitteln und sie zu einem respektvollen und aktiven Einsatz für Gleichberechtigung zu befähigen. Wenn junge Menschen Rassismus erkennen und sich dagegen erheben, haben wir die Chance auf eine friedliche Zukunft miteinander.

Die Lernziele der Stunde:

Kernanliegen

Die Schüler*innen setzen sich anhand einer historischen Quelle und eines aktuellen Beispiels kritisch mit dem kolonialen Erbe Deutschlands auseinander, reflektieren, inwiefern kolonial-rassistische Denkweisen heute noch im öffentlichen Raum wirksam sind und entwickeln ein begründetes Urteil zum Umgang mit der kolonialen Vergangenheit am Beispiel von Straßennamen.

Teilziele und Bezug zu Kompetenzen des KLP

Teilziel 1: Die Schüler*innen beschreiben Merkmale des kolonialen Denkens anhand einer Quelle und setzen diese in Bezug zur Gegenwart. (SK9, SK10, MK5)

Teilziel 2: Die Schüler*innen erörtern unterschiedliche Positionen zum Umgang mit dem kolonialen Erbe am Beispiel von Straßennamen. (UK11, UK13, HK9, HK11)

Teilziel 3: Die Schüler*innen beurteilen, ob Straßennamen mit kolonialem Bezug umbenannt werden sollten. (UK11, UK13, HK9, HK11)

 


Fach Englisch

Im Rahmen des Lehrwerks Cornelsen Headlight 5 Unit 4 „Being a screenager“ hat sich die Lerngruppe mit digitalem Aufwachsen und neueren Technologien wie KI befasst

Nachhaltigkeitsziele:

Ziele von BNE-Lernprozessen:

  • Identifikation und Analyse von Herausforderungen und Chancen in Entscheidungsprozessen und in Bezug auf Handlungsmöglichkeiten
  • Verständnis für beziehungsweise Auseinandersetzung mit Begrenztheit von Wissen und Erkenntnisprozessen
  • Entwicklung von Lösungsbeiträgen für gesellschaftlich relevante Themen/Fragestellungen und Herausforderungen

9. Jahrgang Englisch Erweiterungskurs 

In der vorliegenden Unterrichtsstunde sollen die Schülerinnen und Schüler die Vor- und Nachteile von KI gegeneinander abwägen. Dieser Prozess ist selbst KI-gestützt. Zunächst formulieren die Schülerinnen und Schüler Pro- und Kontraargumente für bzw. gegen KI, diese überarbeiten sie sprachlich mit der DeepL-App. Im zweiten Schritt lassen sie sich von KI (Fobizz ChatGPT 4.0 mini) ein Feedback zum Inhalt und zur Struktur ihrer Argumente geben. Als Sprinteraufgabe können die Schülerinnen und Schüler mit der KI selbst eine Diskussion zu den Vor- und Nachteilen führen (prompt: back and forth conversation). Als Abschluss tauschen sie die vorbereiteten Argumente in einer Diskussion aus und nehmen an einer digitalen Umfrage teil, ob ihrer Meinung nach die Vor- oder die Nachteile von KI überwiegen.


Fach Deutsch

Die Lerngruppe des 5. Jahrgangs hat die Ganzschrift „Oskar unter Verdacht“ gelesen.

Nachhaltigkeitsziele:

Ziele von BNE-Lernprozessen:

  • Identifikation und Analyse von Herausforderungen und Chancen in Entscheidungsprozessen und in Bezug auf Handlungsmöglichkeiten

5. Klasse Deutsch / Ganzschrift

Als der Hund verschwindet, verdächtigt die Dame Oskar und dieser beginnt mit Freunden den Hund zu suchen und möchte seine Unschuld beweisen. Die vorliegende Unterrichtsstunde setzt am Ende der Suche an, als sich bereits eine Hauptverdächtige für den Diebstahl des Hundes herauskristallisiert hat. Die Schüler*innen sollen in Gruppenarbeit ein Fahndungsplakat für die Hauptverdächtige erstellen. Hierzu müssen sie die Buchstellen, in denen sie beschrieben wird, sehr genau lesen und die für das Plakat nötigen Informationen entnehmen. Mit dem KI-Texteditor lassen sie ihre Rechtschreibung korrigieren und erstellen dann mit KI-Bilderstellung ein Bild für das Fahndungsplakat, das genau der Beschreibung im Buch entsprechen soll. Die Arbeitsergebnisse laden sie auf die Fobizz-Pinnwand hoch und geben sich Peer-Feedback im Hinblick auf die erfolgreiche Umsetzung der Beschreibung im Buch. Zum Abschluss reflektieren sie ihren Gruppenarbeitsprozess mit einem digitalen Würfel.


Fach Physik

Nachhaltigkeitsziele:

Ziele von BNE-Lernprozessen:

  • Kenntnis verschiedener Dimensionen einer nachhaltigen Entwicklung (ökologisch, ökonomisch, sozial, kulturell, politisch)
  • Kenntis der Zusammenhänge von lokalen bis globalen Perspektiven
  • Auseinandersetzung mit Möglichkeiten der gesellschaftlichen Teilhabe an bzw. Mitgestaltung von Nachhaltigkeitsprozessen

Lerngruppe:  9.Klasse Physik 30

Thema der Stunde: Weihnachtliche Stimmung – das Lichterketten-Problem! Selbständige Erarbeitung einfacher Regeln der Reihen- und Parallelschaltung zur Lösung eines realen Problems in einem Schüler*innen-Experiment und Einordnung von weihnachtlichen BNE-Aktivitäten.

Thema der Unterrichtsreihe

Elektrische Erscheinungen im Stromkreis

Thema der Unterrichtsstunde

Weihnachtliche Stimmung – das Lichterketten-Problem! Selbständige Erarbeitung einfacher Regeln der Reihen- und Parallelschaltung zur Lösung eines realen Problems in einem SchülerInnenexperiment und Einordnung von weihnachtlichen BNE Aktivitäten.

kurze

Bemerkungen zur Lerngruppe

Die Lerngruppe besteht aus insgesamt 30 SuS, davon 18 Mädchen und 12 Jungen.

Es gibt einen Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf im Bereich Sehen. Er hat in allen Räumen einen Sitzplatz in der ersten Reihe und ein spezielles iPad mit für ihn passenden Apps und Werkzeugen. Er nutzt häufig die Vergrößerungsfunktion der Kammera des iPads, um den Tafelanschrieb für ihn besser zu visualisieren.

Der Zusammenhalt innerhalb der Lerngruppe ist gut ausgeprägt. Die SuS arbeiten meist gut in Kleingruppen zusammen. Ein Großteil der SuS kann dem kommunikativen Typ zugeordnet werden und zeichnet sich durch eine hohe Aktivität aus. In kooperativen Arbeitsphasen fällt es den SuS besonders schwer zu flüstern. Die SuS kommen aber auch ohne Flüsterstimme zu sehr guten Ergebnissen.

Insgesamt ist die Lernbereitschaft innerhalb der Klasse im mittleren Niveau. Die mündliche Teilnahme am Unterricht ist aber meist gering und nur wenige SuS beteilligen sich regelmäßig mit guten Beiträgen. Daher wurde ein sehr praktisch-orientierter Unterricht gewählt, um die Aktivität aller SuS zu gewährleisten.

kurzer didaktisch-methodischer Kommentar

zur Stunde

Im Vorfeld wurde bereits mehrmals mit den Experimentierkästen und der Stromkreis Simulation gearbeitetund die BNE Aktivitäten in das Reihenthema integriert.

In der Experimentierphase wird die Lerngruppe in zwei Hälften (Fenster- und Wandseite) aufgeteilt. Dabei arbeitet zunächst die „Fenster-Seite“ mit den Phywe Experimentierkästen und die „Wand-Seite“ baut in einer digitalen Simulation Stromkreise. Nach 10 Minuten Bearbeitungszeit werden die Experimentierkästen an die „Wand-Seite“ übergeben und die „Fenster-Seite“ arbeitet mit der digitalen Simulatoin. Das hat zwei Gründe: zum einen stehen nur fünf Phywe Experimentierkästen zur Verfügung, so dass nur ein Teil der Lerngruppe zeitgleich experimentieren kann, zum anderen ist es aus Sicherheitsgründen besser realisierbar, wenn nur eine Hälfte der Lerngruppe zeitgleich praktisch arbeitet.

Um allen SuS aktuell und zukünftig niedrigschwellige BNE-Aktivitäten für nachhaltigen Weihnachten darzulegen, wird mit den SuS zusammen eine Liste mit konkreten Maßnahmen für den Alltag entwickelt.

 

Lernziele der Stunde

Kernanliegen

Die SuS sind in der Lage die wissenschaftliche Frage zu beantworten, indem sie selbständig einen Versuch sowohl in einer digitalen Simulation, als auch praktisch mit einem Baukastensystem durchführen und ihre Beobachtungen erklären. Sie können selbständig Strategien  zum Verfolgen von BNE Aktivitäten im Alltag aufstellen.

Teil-Lernziele – Die SuS sind in der Lage ...

 

 

… Vermutungen zur Beantwortung der Problemfrage zu äußern, indem sie ihr Vorwissen aktivieren, sich in Partnerarbeit austauschen und ihre Hypothesen mit der Lerngruppe teilen.

… einen Versuch zur Überprüfung der Hypothesen selbständig durchzuführen, indem sie innerhalb von 20 Minuten in Partnerarbeit Stromkreise (digital und analog) bauen und Beobachtungen im Versuchsprotokoll nachvollziehbar schriftlich festhalten.

… die zuvor geäußerten Vermutungen zu überprüfen, indem sie das in der Stunde erlernte Wissen anwenden und die Stundenfrage beantworten.

... ihr Wissen über BNE-Aktivitäten anzuwenden, um eine Liste von Maßnahmen für nachhaltige Weihnachten zu erstellen.

 

 

 

 

Darstellung und Begründung der Unterrichtsreihe

 

Stunde

Stundenthema

1

„Beginn der Reihe Elektrische Erscheinungen im Stromkreis“ – Sicherheitsbelehrung, Informationen zur Leistungsbewertung, Aktivierung des Vorwissens der SuS und Einordnung des Themas in BNE-Aktivitäten.

2+3

Warum werden die Haare vom Ballon angezogen? – Selbständige Erarbeitung der Grundlage von Ladungserscheinungen elektrisch geladener Körper.

4

Wie kann ich überprüfen, ob ein Körper elektrisch geladen ist? – Visualisierung der Ladungstrennung mit dem Elektroskop in einem Demonstrationsexperiment.

5

Was ist elektrischer Strom? – Vergleich von Schülervorstellungen mit Modellvorstellungen des Elektronenflusses in einem Leiter.

6

Wir messen die SchülerInnen Stromstärke! – Veranschaulichung der Stromstärke in einem SchülerInnenexperiment und Einordnung in BNE-Aktivitäten.

7

Wir messen die elektrische Stromstärke! Praktisches Bauen von Stromkreisen und Messen der elektrischen Stromstärke in einem Schülerexperiment.

8

Wie können Elektriker Schaltkreise unkompliziert darstellen? Kennenlernen der Schaltkreiszeichen und Zeichnen von einfachen Schaltkreisen.

9

Das Amperemeter wird in Reihe in den Stromkreis gebaut? Kennenlernen von Reihen- (in Reihe) und Parallelschaltung und Zeichnen der beiden Stromkreise.

10

Weihnachtliche Stimmung – das Lichterketten-Problem! - Selbständige Erarbeitung einfacher Regeln der Reihen- und Parallelschaltung zur Lösung eines realen Problems in einem SchülerInnenexperiment und Einordnung von weihnachtlichen BNE Aktivitäten.

11

Wodurch werden die Elektronen eigentlich angetrieben? - Selbständige Erarbeitung der elektrischen Spannung und Messung der Spannung mittels Voltmeter in einem SchülerInnenexperiment und Einordnung in BNE-Aktivitäten.

12

„Wie funktioniert ein Lügendetektor?“ Selbständige Erarbeitung des elektrischen Widerstands und Beantwortung der Stundenfrage in einem SchülerInnenexperiment.

13+14

Übungsstunde und LZK

Im Anschluss an diese Reihe folgt die Reihe „Sicherheit im Stromnetz“.

Verlaufsplan

Phase

Inhalt

Methodisch-didaktischer Kommentar

Medien/Material

Warm-up

  5-Minuten Vortrag einer Schülerin

Aktivierung aller SuS, Transparenz des Stundenverlaufs, Wissenschaftliche Aktivierung

Plenum, Whiteboard

Einstieg

Präsentation der Stundenfrage: „Warum leuchten die Lampen in meiner Lichterkette nicht mehr, wenn eine Lampe defekt ist, aber die Lampen in Tante Ernas Lichterkette leuchten bei einer defekten Lampe weiter?“ TPS zur Stundenfrage und Verschriftlichung der Hypothesen.

Motivierende Frage, die die SuS interessiert, Aktivität aller SuS

iPad, Tafel

Erarbeitungsphase

Nachbau des Stromkreises einer vereinfachten Lichterkette mit 2 Lampen – einmal in Reihen- und einmal in Parallelschaltung 1) zuerst von einer Hälfte der Lerngruppe praktisch mit Baukästen und zeitgleich 2) von der anderen Hälfte der Lerngruppe digital. Tausch von 1) und 2) nach der Hälfte der Bearbeitungszeit. Arbeitsauftrag: „Baue beide Stromkreise nach und drehe ein Lämpchen raus. Beobachte das andere Lämpchen.“

Selbständige Erarbeitung Differenziertes Material

Tafel, Arbeitsblatt, iPad, Phywe Baukästen

Sicherungsphase

Die SuS Beobachtungen werden gesammelt („Sind die Lampen in Reihe geschaltet, so leuchtet die 2. Lampe nicht, wenn die 1. entfernt wird. Sind die Lampen parallelgeschaltet, so leuchtet die 2. Lampe weiter, wenn die 1. entfernt wird.“), zusammen wird eine Antwort auf die Stundenfrage formuliert und notiert und die Hypothesen werden überprüft.

Die anfangs geäußerte Frage wird beantwortet, sinnstiftende Anwendung der praktischen Phase

Arbeitsblatt, Plenum, Tafel

Einordnung in BNE-Kontext

Warum ist es sinnvoller Tante Ernas Lichterkette zu nutzen?

Selbständige Erarbeitung von Strategien von „nachhaltigen Weihnachten“ im Alltag. Welche Maßnahmen kann jeder einzelne ergreifen, um einen Unterschied zu machen?

Aktuelle Unterrichtsthemen werden in einen BNE-Kontext gebracht

Plenum, Tafel

Organisatorisches und Verabschiedung

Bestimmung von den/die SoS für den nächsten 5-Min Vortrag, Ausblick auf die nächste Stunde.

Hohe Motivation durch Transparenz

Plenum

Didaktische Reserve

Zusammen wird mithilfe der Stromkreis Simulation eine wissenschaftliche Erklärung für die Beobachtung formuliert. „In einem unterbrochenen Stromkreis kann kein elektrischer Strom fließen. Die bewegten Ladungen wandeln auf ihrem Weg ihre Energie in dem elektrischen Bauelement um.“

 

iPad, Tafel

 

 


Parallel- und Reihenschaltung

Telefon E-Mail

Anliegen und Anfragen beantworten wir gerne per E-Mail:
[E-Mail]sekretariat@gesamtschule.monheim.de

Gymnasiale Oberstufe:
[E-Mail]oberstufensekretariat@gesamtschule.monheim.de

Kontakt-formular Sprech-stunden

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Telefon: 02173 951-4311

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