Die Klassen 7b und 7c nehmen an jüdischem Begegnungsprojekt teil

„Ich habe noch nie einen Juden getroffen!“ - Diese Bemerkung einer Schülerin der Klasse 7c lieferte den Anlass, die Klasse beim Begegnungsprogramm „Meet a Jew - Triff einen Juden“ des Zentralrats der Juden in Deutschland anzumelden. Zuvor hatte die Klasse im Fach Gesellschaftslehre das Thema „Mittelalter“ behandelt und dabei auch über damalige Ausgrenzungen von Juden gesprochen. Auch die Klasse 7b schloss sich dem Projekt an.

Am 16. Januar - nach einigen Monaten des Wartens, da das Programm stark nachgefragt ist – kamen dann Jessica und Julia in die zwei Klassen. Die beiden jüdischen deutschen Mädchen studieren bereits und waren extra aus den Niederlanden bzw. Bielefeld zur PUG in Monheim gereist.

Ziel des Begegnungsprogramms „Meet a Jew“ ist es, dass nicht-jüdische Schüler*innen jüdische Jugendliche treffen, die ungefähr gleichaltrig sind, und etwas über das Leben der jüdischen Jugendlichen und ihre Religion erfahren können. Bis zum 1.1.2020 hatte das Programm einen anderen hebräischen Namen und hieß ,,Likrat“, was treffenderweise „aufeinander zu gehen“bedeutet.

Zur Vorbereitung hatten die Schüler*innen im GL- bzw. Deutschunterricht in Auszügen das Tagebuch der Anne Frank gelesen und für die Begegnung Fragen sowohl zum Holocaust aber auch genauso zum Leben der jüdischen Jugendlichen heute vorbereitet.

Jessica und Julia erzählten zunächst einmal viel vom Judentum und wie es in ihren Familien gelebt wird. Dabei stellte sich heraus, dass Julias Vater Moslem ist und ihre Mutter Jüdin und sie sich selbst für die Religion entscheiden durfte. Sie reichten ein hebräisches Gebetsbuch, „Siddur“ und einen speziellen Kerzenleuchter „Channukia“ herum und erklärten ihre Bedeutung. Auch blieb viel Zeit für eigene Fragen der Schüler*innen. So wurde zum Beispiel gefragt, ob die beiden Freunde aller Religionen haben – Antwort: „Ja, aller Religionen und auch aus vielen verschiedenen Ländern“ oder, ob sie besondere jüdische Vorbilder haben – Antwort: „Konkrete Vorbilder nicht, aber wir bewundern die Logik von Albert Einstein und mögen die Musik von Drake.“

Ein Schüler stellte auch die Frage, ob Jessica und Julia Angst haben, dass sich der Holocaust wiederholt. Jessica, die ursprünglich aus Halle kommt, erzählte vom Anschlag auf die Synagoge dort im Oktober letzten Jahres – die Synagoge ihrer Heimatstadt, wo sie viele Menschen kennt. Uns allen wurde bewusst, dass Jessica und Julia aufgrund ihrer Religion auch 75 Jahre nach Ende des 2. Weltkriegs immer noch vielen Gefahren ausgesetzt sind und wie belastend das für sie sein muss und dass wir alle eine Verantwortung dafür tragen, dass Menschen jeder Religion gut und sicher in Deutschland leben können.

Die Schüler*innen beider Klassen fanden die Begegnung sehr spannend und fanden es sehr interessant, einmal jüdische Jugendliche kennenlernen zu können. Es gefiel ihnen auch, dass sie sich mit Jessica und Julia über alles austauschen konnten, worüber sie mochten – bis hin zum Lieblingstier. Dabei stellte sich heraus, dass die meisten Hunde besonders gerne mögen, inklusive Jessica und Julia.

C. Schulte

 

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