Gedenkstättenfahrt Krakau/Auschwitz

Nachhaltigkeitsziele:

Ziele von BNE-Lernprozessen:

  • Beurteilung von Folgen und Wechselwirkungen des vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen gesellschaftlichen Handelns
  • Identifikation und Analyse von Herausforderungen und Chancen in Entscheidungsprozessen und in Bezug auf Handlungsmöglichkeiten
  • Entwicklung von Lösungsbeiträgen für gesellschaftlich relevante Themen/Fragestellungen und Herausforderungen

Gedenkstättenfahrt nach Krakau/Auschwitz 2024

26.09.2024

Bereits zum vierten Mal fand im September die Gedenkstättenfahrt nach Krakau und Auschwitz statt.

Eine Gruppe Schülerinnen und Schüler des 10. Jahrgangs und der EF verbrachten fünf  lehrreiche und emotionale Tage in Polen.

Die Stadt Krakau ist eine moderne europäische Metropole mit einer alten Geschichte. Im Stadtteil Kazimierz befinden sich sieben Synagogen und ein jüdischer Friedhof. Die Remuh-Synagoge und den dazu gehörenden Friedhof haben wir besichtigt und einen wichtigen Einblick in die jüdische Geschichte und den Glauben bekommen.

Einen weiteren wertvollen Einblick in die Geschichte bietet das Schindler Museum, das in der ehemaligen Schindler Fabrik untergebracht ist. Es zeigt eine beeindruckende Ausstellung zum Leben in Krakau vor, während und nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Schülerinnen und Schüler bekamen die Möglichkeit, sich mit den vielen Schicksalen der Menschen unter der deutschen Besatzung auseinanderzusetzen. Vor allem das Schicksal der jüdischen Bevölkerung Krakaus, mit dem Ghetto, dem Arbeitslager Plaszow und dem Arbeits- und Vernichtungslager Auschwitz/ Birkenau.

Auch das Verweilen auf dem Gelände des ehemaligen Ghettos, mit den überproportional großen Stühlen und das Betrachten des Mauerfragments des Ghettos und die dazu, von unserer Stadtführerin Monika erzählten Geschichten, hinterließen bei uns Spuren.

Der Tag in Auschwitz/Birkenau mit den anschließenden Workshop zum Thema „ Flucht aus Auschwitz“ ,war ein ganz besonderer Tag.

Nicht nur das dieser Tag besonders lang und körperlich anstrengend war, sondern er berührte unsere Seele.

Einmal da zu stehen, wo die Geschichte in ihrer Grausamkeit nicht zu überbieten ist, macht fassungslos und sprachlos zugleich.

Die Führung durch die einzelnen Blocks in Auschwitz l mit den Bergen an Schuhen, Brillen, Koffern, Haaren der Opfer, die unzähligen Bilder der Gefangenen mit ihrem Ankunfts- und Todesdatum, bewegten jeden einzelnen von uns. Auch das Betretten und der Gang durch die Gaskammer löste bei uns ein unbeschreibliches Gefühl der Schwere aus. Die Todesmauer, der Stacheldraht, die schrecklichen Geschichten von Folter und grausamen Tod, all das steht für Auschwitz. 

In Auschwitz- Brikenau, dem Arbeits - und Vernichtungslager: das Tor, durch das die unzähligen Waggons mit den Menschen aus aller Welt ankamen, die Selektionen an der Rampe und den Weg in die Gaskammer. 

Das Leid und der Tod anderthalb Millionen unschuldiger Menschen an diesem Ort, unbegreiflich!

Die wichtigste Aussage der Schülerinnen und Schüler ist jedoch, dass wir dafür Sorge tragen müssen, dass sich diese Geschichte nicht noch einmal wiederholt. Dieser Ort ist eine Mahnung an die Welt!

Jedes Jahr, stellen wir fest, wie wichtig es ist, jungen Menschen diesen Einblick in die Geschichte zu ermöglichen.

Angesichts der zunehmend schwierigen politischen Lage in Europa und der Welt, ist es heute wichtiger denn je, dass wir die Chance nutzen, an solchen Orten, unserer Jugend das politische Bewusstsein zu vermitteln.

Die Gedenkstättenfahrt war für die Schülerinnen und Schüler eine eindrucksvolle und wichtige Erfahrung. Sie konnten nicht nur die Menschen und die Kultur eines anderen europäischen Landes kennenlernen, sondern sie bekamen auch die Möglichkeit zu begreifen, dass wir aus der Geschichte lernen müssen, damit sich diese nie wieder wiederholt.



Gedenkstättenfahrt nach Krakau/Auschwitz 2023

Im Juni 2023, kurz vor Ende des Schuljahres, fand zum dritten Mal die Gedenkstättenfahrt der PUG nach Krakau/Auschwitz statt.

Schüler*innen des 10. Jahrgangs, die im Vorfeld auf diese Fahrt thematisch vorbereitet wurden, haben fünf Tage die Stadt Krakau mit ihrer sehr beeindruckenden Vergangenheit, aber auch Gegenwart kennen lernen dürfen.

Krakau ist eine alte Stadt, in der man heute noch Spuren jüdischen Lebens vor dem Zweite Weltkrieg, mitten in Europa, sehen kann. Auf dem Programm standen der Besuch einer Synagoge und des jüdischen Friedhofs, Besichtigung der ehemaligen Schindlerfabrik, mit dem beeindruckenden Museum, sowie des ehemaligen jüdischen Ghetto und vieles mehr. Die Schüler*innen hatten die Möglichkeit, bei Führungen die beindruckende und zugleich bedrückende Geschichte dieser Stadt und ihrer Menschen kennen zu lernen.

Der Tag im Stammlager Auschwitz I und dem Vernichtungslager Auschwitz II/Birkenau, mit dem anschließenden Workshop, ist immer der emotionalste Tag unserer Gedenkstättenfahrt – so war es auch dieses Jahr. Die Schüler*innen formulierten ihre Eindrücke in Worte wie „unfassbar, „unvorstellbar“ und „unbegreiflich“.

Sie machten eine sehr wertvolle und lehrreiche Erfahrung, die sie für ihr weiteres Leben mitgenommen haben. Mich als Organisatorin dieser Fahrt, beeindrucken immer wieder  junge Menschen, die verstanden haben, wozu Hass, Ausgrenzung und Gewalt führen kann und wie wichtig es ist, diese Erfahrungen und das Wissen an die nächsten Generationen weiterzugeben.



Gedenkstättenfahrt nach Krakau/ Auschwitz 2022

Die Schülerinnen und Schüler des 10. Jahrgangs erlebten eine eindrucksvolle und lehrreiche Zeit. 

[extern]Eindrücke in einem kurzen Video gibt es hier:  

sowie Eindrücke einer Schülerin in Textform:

Meine Erlebnisse in Krakau / Auschwitz

Am ersten Tag hatten wir nach unserem Flug noch eine Stadtführung durch Krakau mit einer wunderbaren Reiseführerin. Anfangs dachte ich: „Wieso denken alle, dass die Stadt so schön ist?“, weil ich beim Hinweg nicht unbedingt das Schönste von Krakau zu Gesicht bekommen habe. Jedoch als wir nachmittags mit unserer Reiseführerin Monika Krakau näher betrachtet haben und die Geschichte mit ihren Legenden erfuhren, muss ich sagen, es ist eine traumhaft schöne Stadt und ich überlege, ob ich vielleicht dort studieren werde. Besonders die Gebäude, die so alt sind, dass ich mich immer noch frage, wie sie solange stehen können, nach den Weltkriegen? Außerdem verstehe ich nun auch warum Krakau das zweite Rom genannt wird. Gefühlt keine zehn Meter entfernt stehen drei oder mehr katholische Kirchen nebeneinander. Mönche und Nonnen sahen wir auch sehr viele. Nach unserer Führung mit Monika hatten wir Zeit die Stadt nun alleine zu erkunden. Da entdeckten wir tolle Restaurants, viele Märkte und sogar eine riesiges Kaufhaus, vor dem Zelte für Flüchtlinge aus der Ukraine aufgebaut waren. Wie kann man aus den vorherigen Kriegen denn nicht lernen? Am Dienstag brachte uns Monika die historisch grausamen Ereignisse, welche in Krakau während des zweiten Weltkrieges geschahen näher. Wir sahen das jüdische Viertel, eine Synagoge und den jüdischen Friedhof von Krakau. Unteranderem sahen wir im jüdischen Viertel eine Häuserreihe, welche auch im Film „Schindlers Liste“ sehr bekannt ist, weil dort die Juden aus ihren Häusern und Wohnungen vertrieben wurden. Besonders interessant fand ich die neugewonnenen Kenntnisse vom Judentum, die ich noch nicht wusste. Beispielsweise wusste ich nicht, dass die Juden keine Blumen, sondern Steine auf die Grabsteine legen, weil sie sagen, dass Blumen verwelken und Steine für immer halten. Außerdem sahen wir auf dem Friedhof orthodoxe Juden, welche sehr interessant aussehen. Sie trugen einen schwarzen Hut, einen schwarzen langen Mantel und zwei auffällige Locken. Am Mittwoch gingen wir in die Schindlers Fabrik. Dort erklärte uns Monika auch wieder die Geschichte hinter den Bildern und Gegenständen. Einen Hoffnungsschimmer in die Menschheit bekam ich, als Monika von Personen erzählte, die mit allen möglichen Mitteln versuchten den Benachteiligten zu helfen, obwohl sie sich dadurch selber in Gefahr brachten. Dieser Akt zeigt mir, dass auch noch Menschlichkeit in den Menschen steckte und nicht nur die Monster, welche die Meisten der Nazis waren. Ich war verblüfft wie viel Monika weiß. Sie konnte wirklich jede Frage gekonnt beantworten und dies auch in einem super verständlichem Deutsch. In unserer Freizeit entdeckten wir ein super nettes kleines Restaurant, in das wir uns setzten und uns eine riesige Spinatpizza gönnten, welchen fantastisch und ganz anders als in Deutschland schmeckte. Donnerstag war der Tag vor dem ich mich am meisten fürchtete, weil wir die schrecklichen Taten des Nationalsozialismuses zu sehen bekamen. Diese Fahrt prägt mich definitiv mein ganzes Leben lang. Die Dimensionen, die wir dort zu Gesicht bekamen waren immens. Auschwitz ist und war so riesig und die Vorstellung, am selben Ort zu stehen, wo hunderttausende an Männer, Frauen und Kinder damals in den Tod liefen, verschlug mir den Atem. Dies zu realisieren fällt mir immer noch schwer, weil ich niemals verstehen kann, wie Menschen dazu in der Lage waren so etwas zu tun. Wir sahen die unmenschlichen Bedingungen unter denen die „Häftlinge“ dort lebten. Die Bestrafungen und Foltermethoden waren so schrecklich, dass mir bei dem Gedanken daran jedesmal ein Schauer über den Rücken läuft. Am meisten hat mich der Workshop, welchen wir anschließend machten geschockt. Der Workshop handelte von Kindern in Auschwitz. Wir wurden in unterschiedliche Gruppen eingeteilt. Ich saß an dem Tisch, welcher sich mit Experimenten an Zwillingen beschäftigte. Für mich als Zwilling war diese Erfahrung besonders schockierend und ging mir sehr nahe. Zu erfahren, dass man die Zwillinge mithilfe von Medikamenten oder anderen Foltermethoden getestet hat, um herauszufinden wie die Medikamente auf den Körper wirken, ist immer noch scheußlich. Die restliche Fahrt zurück, stand ich so unter Schock, dass ich mich kaum noch daran erinnern kann. Abends haben wir gemeinsam ein Essen in einem wunderschönem Kellerrestaurant zu uns genommen. Die Location und das Essen waren traumhaft schön. Mein Fazit dieser Gedenkstätten fahrt lautet, Jede/r sollte sich die Schandtaten der Nationalsozialisten anschauen, um zu verstehen, dass eine solche Ausgrenzung, weil diejenigen nicht in die Vorstellungen passen, niemals wiederholt werden darf. Aufklärung ist hier sehr wichtig. Ich konnte bei dieser Fahrt mein Allgemeinwissen deutlich erweitern und hatte in vielen Momenten besonders viel Spaß. Außerdem gehe ich nun viel kritischer mit Behauptungen von Nazis um. Nachdem ich diese Orte gesehen habe, kann mir niemand mehr sagen, das der Holocaust oder die Nazis generell doch garnicht so schlimm waren oder sogar garnicht diese Schande für die Menschheit begangen haben. Die Taten der NSDAP sind niemals zu entschuldigen oder zu verharmlosen! Diese fünf Tage haben mir vor Augen geführt wie froh ich bin, dass die NSDAP nicht ihren Massenmord fortsetzen kann und Leute massenhaft umbringen kann, nur weil man anders aussieht, eine andere Religion oder Vorstellung von Leben, Liebe oder Politik hat. Meine Eindrücke lehrten mich wie dankbar ich bin für mein Leben und was ich daraus machen kann und darf.


Gedenkstättenfahrt nach Krakau und Auschwitz

17.06.2019

In diesem Jahr fand zum ersten Mal für Schüler*innen des 10. Jahrgangs eine Gedenkstättenfahrt statt.

So besichtigten wir u. a. das jüdische Viertel in Krakau, die Fabrik von Oskar Schindler und das Konzentrationslager Auschwitz. Ein ausführlicher Bericht über unsere Erlebnisse und Erfahrungen folgt

 

Besuch des EL-DE-Haus in Köln

30.04.2019

Zur Vorbereitung unserer Gedenkstättenfahrt nach Krakau und Auschwitz haben wir am 30.04. das EL-DE-Haus in Köln besucht.

 

Das EL-DE-Haus ist ein ursprünglich als Wohn- und Geschäftshaus konzipiertes Haus in Köln, das als Gestapo-Dienststelle und Gefängnis zwischen 1935 und 1945 zum Inbegriff nationalsozialistischer Schreckensherrschaft in Köln wurde.

Zu Beginn unseres Besuchs erhielten wir in einem Gespräch alle wichtigen Infos zu EL-DE-Haus und seiner Geschichte. Danach hatten wir Gelegenheit die alten Gefängniszellen usw. zu besichtigen und bekamen so einen Eindruck, wie es zur Zeit des Nationalsozialismus in dem Gefängnis zuging.

In dem anschließenden Workshop konnten wir selbstständig mit Unterstützung der Mitarbeiterinnen des EL-DE-Haus zum Thema arbeiten. Unser Schwerpunkt lag dabei auf der Frage, wie es überhaupt zur Schreckensherrschaft der Nationalsozialisten kommen konnte.

Der Besuch war ein weiterer interessanter Baustein bei der Vorbereitung unserer Gedenkstättenfahrt. Außerdem gab es schon einige Treffen, in denen wir uns mit der Zeit des Nationalsozialismus beschäftigt haben. Den Film „Schindlers Liste“ haben wir uns in diesem Zusammenhang auch gemeinsam angesehen, um so einen ersten Eindruck zu bekommen, da wir in Krakau auch das jüdischen Viertels und die ehemalige Fabrik von Oskar Schindler besuchen werden.

 

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