Sie studierten das Momenthafte, Subjektive, welches auch in dem mehr wirbelnden, getupften oder schraffierten Pinselstrich des Künstlers stark zum Ausdruck kommt. Dieses Persönliche steigerten die Schüler:innen noch einmal, in dem sie die Bildfläche um ihre eigenen Hände erweiterten und das Motiv so als Körperbemalung fortsetzten. Der eigene Ausdruck des Malers, wurde zunächst durch die über das Bild gelegte Hand verdrängt, im Anschluss aber durch das Kopieren auf die Hand ein weiteres Mal personifiziert. Wenn Vincent van Gogh die Welt so in seinen Bildern einfügte, wie sie sich in einem Augenblick für ihn anfühlte, so nahmen die Schüler:innen das Gefühl auf und transformierten dies zu einem flüchtigen Moment eigenen Spürens und Erlebens. Eigentlich sollten sie die bemalten Hände auch zunächst nicht waschen, sondern noch eine Weile mit sich tragen. Dies lehnten die Schülerinnen und Schüler jedoch ab; sie wuschen sich im Anschluss an die Stunde die Hände. Was bleibt ist die Fotodokumentation.
Donate Lissner
Lehrkraft für Darstellen und Gestalten



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