

Nachhaltigkeitsziele:
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Ziele von BNE-Lernprozessen:
Humanität, Demokratie und gelebte Solidarität gehören zum Selbstverständnis der Peter-Ustinov-Gesamtschule. Wir verstehen Schule nicht nur als einen Ort des Lernens, sondern auch als einen Ort, an dem junge Menschen Verantwortung übernehmen, Empathie entwickeln und erfahren, dass sie durch ihr eigenes Handeln unsere Welt mitgestalten können.
Humanitäres Engagement bedeutet für uns, Menschen in Not unabhängig von Herkunft, Religion oder Nationalität zu unterstützen. Es bedeutet zugleich, Vorurteile abzubauen, Brücken zwischen Menschen und Kulturen zu bauen und demokratische Werte mit Leben zu füllen. Deshalb verstehen wir humanitäres Handeln als einen wesentlichen Bestandteil unserer Demokratiebildung, unserer internationalen Zusammenarbeit und unseres Bildungsauftrags.
Bereits in der Vergangenheit engagierte sich unsere Schulgemeinschaft erfolgreich in mehreren Hilfsprojekten für Ghana. So unterstützten wir unter anderem die Anschaffung von Schultischen sowie den Bau eines Brunnens und konnten damit die Lebens- und Lernbedingungen vieler Kinder nachhaltig verbessern. Diese Projekte haben eindrucksvoll gezeigt, welche Kraft entsteht, wenn Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrkräfte und außerschulische Partner gemeinsam Verantwortung übernehmen.
Heute führen wir diesen Weg konsequent fort. Mit unserem international beachteten deutsch-israelischen Kunst- und Musikprojekt „Zukunft – Liebe – Hoffnung“ mit unserer Partnerschule in Tirat Carmel haben wir gezeigt, dass Kunst und Musik Brücken zwischen Menschen, Kulturen und Religionen bauen können. Unter dem Leitgedanken „Kunst und Musik bauen Brücken“ entstand ein Projekt, das weit über den schulischen Alltag hinaus ein Zeichen für Frieden, Verständigung, Demokratie und gegenseitigen Respekt setzt. Aus Begegnungen entstehen Vertrauen, aus Vertrauen Freundschaften und aus Freundschaften die Hoffnung auf eine friedlichere Zukunft.
Aus diesem Selbstverständnis heraus entwickeln sich an der Peter-Ustinov-Gesamtschule auch konkrete humanitäre Hilfsprojekte. Den Auftakt dieser Rubrik bildet unsere Initiative „Hoffnung für Gaza“, ein gemeinsames Projekt der Schülervertretung (SV) und des Projektkurses Q1. Gemeinsam mit dem Victoria Hospital in Jerusalem und dem Lutherischen Weltbund engagieren wir uns für medizinische Hilfe für die Menschen im Gazastreifen. Mit vielfältigen Aktionen und Spenden übernimmt unsere gesamte Schulgemeinschaft Verantwortung und setzt ein sichtbares Zeichen der Solidarität mit Menschen, die unter den Folgen von Krieg und Leid besonders betroffen sind.
Sir Peter Ustinov verstand es wie kaum ein anderer, Menschen miteinander ins Gespräch zu bringen. Sein Leitsatz „Demokratie bedeutet, den anderen zu verstehen, auch wenn man nicht seiner Meinung ist.“ begleitet unsere tägliche Arbeit und erinnert uns daran, dass Verständigung dort beginnt, wo Menschen einander zuhören, sich respektieren und Verantwortung füreinander übernehmen.
Ebenso prägt uns das Vermächtnis der Holocaust-Überlebenden Margot Friedländer. Mit ihrer Botschaft „Seid Menschen.“ hat sie Generationen von jungen Menschen dazu aufgerufen, Menschlichkeit über Hass, Ausgrenzung und Vorurteile zu stellen. Dieser Appell ist für unsere Schulgemeinschaft Verpflichtung und Orientierung zugleich.
Die humanitären Projekte der Peter-Ustinov-Gesamtschule sind deshalb weit mehr als Spendenaktionen. Sie sind Ausdruck einer Haltung. Sie verbinden Demokratiebildung, Erinnerungskultur, internationale Verständigung und konkrete Hilfe für Menschen in Not. Sie zeigen, dass Mitgefühl dann seine größte Wirkung entfaltet, wenn daraus gemeinsames Handeln entsteht – ganz im Sinne unseres Namensgebers Sir Peter Ustinov und des Vermächtnisses von Margot Friedländer: Brücken bauen. Verantwortung übernehmen. Mensch sein.
Horst Stolzenburg, Schulleiter

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