Liebe Kolleginnen und Kollegen,
liebe Schülerinnen und Schüler,
liebe Elternvertreterinnen und Elternvertreter,
mit großer Freude und ebenso großer Dankbarkeit möchte ich eine besondere Anerkennung mit euch und Ihnen teilen: Am 2. Oktober 2026 wurde unsere Peter-Ustinov-Gesamtschule in Düsseldorf erneut im Landesprogramm „Schule der Zukunft“ BNE /Bildung für nachhaltige Entwicklung) ausgezeichnet – diesmal mit der höchsten Auszeichnungsstufe, Stufe 3.
Nach unserer Auszeichnung im Jahr 2024 haben wir unser Engagement gemeinsam weiterentwickelt. Die jetzt erreichte Stufe „Schule auf dem Weg zu einer nachhaltigen Einrichtung“ würdigt, dass Bildung für nachhaltige Entwicklung unsere Unterrichtsarbeit, unser Schulleben und unsere schulischen Entscheidungen prägt. Bei der Feier wurde unsere Schule durch unsere BNE-Koordinatorin Magdalena Vogt, unsere Q2-Schülerin Elina Schmidt und mich vertreten.
Diese Auszeichnung gehört unserer gesamten Schulgemeinschaft. Sie ist das Ergebnis vieler Ideen, großer Ausdauer und der Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Ohne das Engagement unseres Kollegiums wäre diese Entwicklung nicht möglich gewesen. Mein herzlicher Dank gilt ebenso unseren Schülerinnen und Schülern, die Projekte mit Leben füllen und eigene Impulse setzen, sowie den Elternvertreterinnen und Elternvertretern, die unsere Arbeit aktiv begleiten und unterstützen. Besonders danke ich Frau Vogt, die unsere BNE-Arbeit mit großem Einsatz koordiniert und zusammenführt.
In der Laudatio wurden die Aktivitäten unseres Plakats „Fokus Zukunft – nachhaltig, kreativ, digital, gemeinsam“ ausdrücklich hervorgehoben: unser Green Team, der Schulgarten und der Artenschutz, Fairtrade, internationale Zusammenarbeit und Erinnerungskultur. Auch unsere kulturellen Projekte, unsere digitalen Konzepte, die Anerkennung als Smart School und unser Engagement für Demokratiebildung fanden besondere Würdigung. Hinter all diesen Bereichen stehen Menschen, die Zeit, Kraft und Überzeugung investieren – im Unterricht und häufig weit darüber hinaus.
Die jüngste Auszeichnung fügt sich in ein außergewöhnlich erfolgreiches Jahr unserer Schulentwicklung ein: die Würdigung durch die Deutsche Telekom Stiftung, die Auszeichnung als Smart School, das hervorragende Ergebnis der Qualitätsanalyse durch die Bezirksregierung und nun die höchste Stufe im Landesprogramm „Schule der Zukunft“. Darauf dürfen wir gemeinsam stolz sein. Diese unterschiedlichen Anerkennungen zeigen, wie viel wir miteinander bewegen können und wie überzeugend unsere pädagogische Arbeit auch von außen wahrgenommen wird.
Nelson Mandela hat die Veränderungskraft von Bildung in einem Satz zusammengefasst:
„Bildung ist die mächtigste Waffe, die man einsetzen kann, um die Welt zu verändern.“
Dieser Gedanke beschreibt unseren Auftrag sehr treffend. Wir vermitteln Wissen und eröffnen jungen Menschen zugleich Möglichkeiten, ihre Zukunft zu gestalten. Wir helfen ihnen, Zusammenhänge zu verstehen, unterschiedliche Interessen abzuwägen, Ausgrenzung entgegenzutreten und an demokratischen Entscheidungen mitzuwirken.
Bildung für nachhaltige Entwicklung reicht deshalb weit über Umwelt- und Klimaschutz hinaus. Sie umfasst ebenso Bildungsgerechtigkeit, Gesundheit, Gleichberechtigung, gesellschaftliche Teilhabe und ein friedliches Zusammenleben. Unsere Projekte machen diese Verbindung erfahrbar: wenn Schülerinnen und Schüler Verantwortung für ihre Umwelt übernehmen, sich mit Erinnerungskultur auseinandersetzen, digitale Möglichkeiten kritisch nutzen oder im internationalen Austausch andere Perspektiven kennenlernen.
Einen weiteren Schritt gehen wir im März 2027 mit unserer neuen Partnerschule Colegio Ave María Casa Madre in Granada. Unter dem Leitgedanken „Wasser verbindet – Zukunft gemeinsam gestalten“ beschäftigen sich unsere Schülerinnen und Schüler mit Wasserknappheit, Nutzungskonflikten und gerechter Verteilung in Andalusien. Damit verbinden wir ökologische Fragen mit europäischer Begegnung, Demokratiebildung und gesellschaftlicher Verantwortung.
Hinter dieser Arbeit steht für mich auch unser Generationenvertrag: Wir tragen Verantwortung dafür, welche Lebensbedingungen und welche Chancen wir den nachfolgenden Generationen hinterlassen. Schule hat dabei eine besondere Aufgabe. Was junge Menschen heute bei uns lernen und erleben, prägt ihre Möglichkeiten, morgen selbst Verantwortung zu übernehmen. Deshalb müssen wir Schule aktiv weiterentwickeln und ihnen Wissen, Urteilskraft und Vertrauen in die eigene Wirksamkeit mitgeben.
Erich Kästner formulierte den Gedanken des Handelns ebenso knapp wie treffend:
„Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.“
In diesem Sinne haben wir an unserer Schule bereits viel erreicht. Wir haben Ideen aufgegriffen, Projekte angestoßen, Partner gewonnen und gemeinsam Lösungen entwickelt. Wir brauchen dafür verlässliche Unterstützung durch Politik, Verwaltung und unsere Partner. Zugleich zeigt unser Weg, wie viel aus unserer eigenen Initiative entstehen kann.
Die Auszeichnungen geben uns Rückenwind, diesen Weg weiterzugehen. Dabei bedeutet Weiterentwicklung auch, Bewährtes zu sichern, Erfahrungen auszuwerten und unsere Kräfte auf gemeinsame Ziele zu richten. Unsere Erfolge sollen uns ermutigen, neugierig zu bleiben und die Zukunft unserer Schule weiterhin aktiv zu gestalten.
Vielen Dank für alles, was Ihr und Sie dazu beitragen. Ich freue mich über das Erreichte und darauf, die nächsten Schritte gemeinsam mit Euch und Ihnen zu gehen.
Horst Stolzenburg, Schulleiter



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